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Konzentration:
"Es ist der Geist, der den Körper formt"
(Schiller). Die Konzentration ist das Schlüsselelement,
um Körper und Geist zu verbinden! Jede Bewegung
hat ihren Ursprung im Gehirn und gewinnt durch Konzentration
an Qualität. Unser Geist hat die einzigartige
Fähigkeit, eine bildlichen Rahmen zu schaffen,
dem unser Körper folgen kann. Visuelle Vorstellungen
erleichtern die Konzentration dieses Body &
Mind Trainings. Bei Pilates werden alle Übungen
durch Metaphern beschrieben und dargestellt (Bsp:
Perlenkette, Ameisenstraße, Betonklotz, Zahnrad
etc.) Die Konzentration auf Atmung und Bewegung
schult die Wahrnehmung des eigenen Körpers
und sorgt so für ein verbessertes Körpergefühl.
Wenn Sie Ihren Körper richtig trainieren möchten,
sollten Sie auch geistig vollkommen präsent
sein! Beobachten Sie selbst, wie Ihre Muskeln auf
Ihre Aufmerksamkeit reagieren!
Die Konzentration sorgt für Entspannung und
innere Ausgeglichenheit. |
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Brustkorbatmung:
Sie ist die erste und letzte Handlung in unserem
Leben. Durch vollständiges Ein- und Ausatmen
schuf Pilates eine Methode der Blutreinigung durch
Sauerstoffanreicherung. Die Entschlackung und Versorgung
des Sauerstofftransportes im Blut wird angeregt
und verbessert. Eine intensive Brustkorbatmung,
auch Zwerchfell- oder Flankenatmung genannt, sorgt
für eine bewusste Konzentration auf die Aktivierung
der Bauchmuskulatur. Die Bauch/Rumpfmuskulatur kann
angespannt werden, ohne Luft und auch Organe verdrängen
zu müssen. Die Übungen erhalten durch
die bewusste Atmung einen tieferen Sinn, Bewegungen
können so kontrolliert und fast schwerelos
ausgeführt werden, ein besserer Trainingserfolg
stellt sich ein. Atmung und Bewegung werden synchronisiert,
womit die Kontrolle über die eigenen Bewegungen
erreicht wird.
Was passiert in der Ein
/ Ausatmungsphase?
- Bewusstes Einatmen in den (seitlichen) Brustkorb:
Dieser dehnt sich zur Seite aus wie bei einer
Ziehharmonika, die Rippenbögen unterhalb
des Brustbeines öffnen sich wie ein Sonnenschirm
nach außen, die Zwischenrippenmuskulatur
und damit der Abstand zwischen den einzelnen
Rippen wird erweitert (Bauch bleibt flach, Schultern
bleiben tief und nach außen gezogen!)
- Bewusstes forciertes (hörbares, …als
wenn Sie einen Spiegel anhauchen) Ausatmen:
dadurch aktivieren sich die wichtigen Stabilisatoren
des Rumpfes (tiefer Bauchmuskel, Beckenboden,
Zwischenrippenmuskulatur), das oben genannte
Zentrum (siehe auch unten: Powerhouse) kann
bei der Ausatmung optimal aktiviert werden,
schwierige und anstrengende Übungen können
dadurch mit guter Körperspannung und somit
Wirbelsäulen schonend durchgeführt
werden.
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Zentrieren:
Zentraler Punkt der Methode ist die Stärkung
und Aktivierung des so genannten "Powerhouse",
der Körpermitte, dem Energiezentrum und Fundament
unseres Körpers. Alle Pilatesübungen beginnen
im Powerhouse, dort entsteht die physische Energie
des Körpers und fließt in die Extremitäten.
Alle Bewegungen werden von dort eingeleitet. Um
das "Powerhouse" (auch Kraftgürtel,
stabiles Korsett genannt) zu aktivieren, wird der
Beckenboden angespannt (Das Verkneifen des Urinierens
vorstellen und verstärken), die Schulterblätter
und die Rippen tief gezogen, der Nabel zur Wirbelsäule
(Bauchnabel wie einen Matratzenknopf vorstellen,
Reißverschluss einer engen Hose schließen)
und das Becken mit Ziel in die neutrale Position
bringen. Die tiefste, nicht sicht- oder spürbare
querverlaufende Bauchmuskelschicht wird aktiviert
(wie beim Husten, Niesen, herzhaftem Lachen). |
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Bewegungsfluss,
Länge und Weite:
Der Natur des Menschen entsprechend bleibt der Körper
in Bewegung, eine Übung fließt in die
nächste, der Atem fließt, wird nie angehalten,
die Kraft und Energie entstehen im Zentrum und fließen
in die Extremitäten.
Die Bewegungen werden fließend und ineinander
übergehend ausgeführt, ein Gleichgewicht
des Körpers und Lockerheit sind die Folge.
Anspannungen werden gelöst und die innere und
äußere Balance des Menschsein wieder
hergestellt. Alle Ausführungen sind fließend
und anmutig. Es wird immer in die Länge gearbeitet,
alle Vorstellungsbilder sorgen für ein noch
stärkeres in und über die Länge Hinausziehen.
Entscheidend ist beim Pilates dass die Muskeln während
der Kräftigung gedehnt werden. Nur so bleiben
sie geschmeidig und flexibel. Arme und Beine beim
Heben daher stets strecken. Auch die Wirbelsäule
wird in die Länge gezogen (der Abstand zwischen
Scheitel und Steißbein sollte so lang wie
möglich sein) der Hals wird gestreckt, damit
der Nacken entspannt (Abstand zwischen Ohren und
Schultern so groß wie möglich). |
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Entspannung:
Das richtige Zusammenspiel von Anspannung und Entspannung
ist wichtig. Dabei bleibt der Nacken immer in der
neutralen Position und der Kiefer locker. Der Schultergürtel
und die Extremitäten sind ebenfalls entspannt,
während die Kraft und Ausführung vom Zentrum
aus aktiviert wird und die Übungen durchgeführt
werden. Dieses Zusammenspiel bringt ein großes
Maß an Ruhe und Bewusstseim während des
Trainings. |
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Kontrolle:
PILATES wird auch "Contrology" genannt.
Um alle Grundprinzipien zu erreichen, werden die
Belastungsgrenzen genau eingeschätzt. Die Leistungsfähigkeit
ist individuell und täglich unterschiedlich
und wird immer wieder neu ausgelotet. Kontrolle
entsteht nur dann, wenn die Anspannung und Ausführung
gezielt bestimmt werden. Es gibt keine unkontrollierten
Bewegungen, keinen Schwung, keine ruckartige Ausführung
der jeweiligen Übungen. Nur so können
Verletzungen und Schmerzen verhindert werden, nur
so kann auch das Gehirn verarbeiten, wie eine Bewegung
richtig ausgeführt wird und welche Muskeln
dazu nötig sind.
Jede Bewegung erfüllt einen Sinn, jede ausgeführte
Übung ist wichtig für den Trainingserfolg.
Kontrolliert ausgeführte Übungen bewirken
den größtmöglichen Erfolg. Vertrauen
Sie auf Ihre Intuition. Schmerzen, Unwohlsein, Erschöpfung
sind Ursachen und Auslöser für Verletzung
und Krankheit. Achten Sie daher, WAS Sie fühlen,
ob sich die Übung richtig anfühlt. Keine
Bewegung sollte erzwungen werden oder nur durch
viel Schwung und damit unkontrolliert möglich
sein, es darf keine Schmerzen geben. |
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Koordination
Jede Übung hat ihren eigenen Sinn, es ist daher
unumgänglich, alle Anweisungen zur Übungsausführung
genau einzuhalten, um Erfolg zu ernten!
Eine Bewegung wird viele Male wiederholt um sie
zu automatisieren. Trotzdem soll die Bewegung immer
noch konzentriert ausgeführt werden. Erst das
Bewusstsein über einzelne Bewegungsabläufe
verschaffen die Möglichkeit gezielt Änderungen
vorzunehmen. Jeder Tag ist anders und an jedem Tag
gibt Ihnen Ihr Körper immer wieder neu seine
individuellen Belastungsgrenzen und Möglichkeiten
des Trainings. "Ihr Körper sagt und antwortet
Ihnen auf das was er kann und was er nicht kann,
was er heute möchte und was nicht!"

(Auszüge von Ihrer Homepage www.pilatesbodywerk.de) |